Google setzt das Panda-Update bereits weltweit auf englischsprachigen Domains ein. Zunächst in den USA gestartet, rankt das Algorithmen-Update Webseiten, die den Nutzern keinen Mehrwert bieten, niedriger. Das Ziel von Panda ist, minderwertigen Webseiten einen Riegel vorzuschieben. Laut verschiedener Quellen soll Panda schon bald auch in Deutschland für eine Umstrukturierung der Suchergebnisse sorgen. Ein genaues Datum für die Einführung ist jedoch noch nicht bekannt.

Viele Webseiten-Betreiber fragen sich nun, welche Auswirkungen es auf ihre Platzierungen haben könnte. Diese Frage lässt sich am besten beantworten, indem man sich die Kriterien, nach denen der neue Algorithmus Webseiten bewertet, vor Augen führt.

Inhalte:
Generell steht für die Suchmaschine das Wohl der Suchenden an erster Stelle. So ist es für Google wichtig, dass Besucher genau die Informationen finden, nach denen sie suchen. Einzigartige Inhalte – ob Texte, Videos oder Bilder – werten die Internetpräsenz auf, erfreuen User und Crawler und damit auch die Betreiber.

Trust:
Google versetzt sich laut eigener Aussage in die Perspektive seiner User und fragt sich, ob auf einer Webseite präsentierte Inhalte vertrauenswürdig sind. Expertenmeinungen, verlässliche Quellen und eine aktive Nutzerbeteiligung sind eine Möglichkeit. Auch Links und spezielle Zertifikate sind nach wie vor wichtige Empfehlungen.

Soziale Netzwerke:
Ein noch relativ neuer Rankingfaktor sind Empfehlungen aus sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter. Dort präsent zu sein und sich eine Fangemeinde aufzubauen, kann von Suchmaschinen als weiterer Qualitätsfaktor gewertet werden. Zudem bezieht Google nun auch eigenes Nutzerfeedback über den +1-Button mit ein.

Seitenaufbau:
Damit die Crawler effizient analysieren können, hilft eine gute Onsite-Optimierung. Generell ist auch hier ein Schwerpunkt auf die Nutzerfreundlichkeit zu legen, denn Google prüft, ob man sich als Besucher der Seite gut zurechtfindet.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass diese Richtlinien nicht erst seit dem Panda-Update gelten. Gut zu wissen ist jedoch: Wer sich um seine Besucher sorgt und die eigenen Webseite nutzerfreundlich gestaltet, hat laut Google vor dem neuen Update nichts zu befürchten.

Ob aus dem Ganzen nun die große Qualitätsoffensive wird, bleibt fraglich. Bislang litten gerade mal zwei Prozent der Internetseiten unter schlechteren Ergebnissen als noch vor dem Update. Wie genau es sich in Deutschland auswirken wird, bleibt abzuwarten.

In den USA wurde nun vor kurzem bekannt, dass bereits Panda 2.2 in den Startlöchern steht, welches noch stärker nach doppelten Inhalten suchen wird, um die ursprünglichen Quellen zu schützen.