Unterstriche oder Bindestriche in URLs?

Datum: 29.09.2011 Author: WebSpurt Blog Team     |     Kategorie(n): Suchmaschinenoptimierung

Webspurt How-To: Immer wieder stehen Leute, die Inhalte im Web publizieren, vor einer Frage: Sind zwischen den Wörtern in einer URL oder in einem Dateinamen besser Bindestriche oder Unterstriche zu verwenden? Grundsätzlich lässt sich sagen, dass keins von beiden besser oder schlechter ist. Es kommt allein auf den Zweck an. So gelten derzeit Bindestriche als Trennzeichen und Unterstriche als Verbindung zweier Wörter. Im Folgenden möchten wir erklären, warum dies so ist und wie zu verfahren ist.

Als Google noch ein kleines Startup-Unternehmen war, waren die einzigen Mitarbeiter fast nur Programmierer und technisch orientierte Personen. Sie wollten eine Suchmaschine schaffen, die nicht nur durch Geschwindigkeit, sondern auch durch Präzision besticht. Man wollte beispielsweise nach Begrifflichkeiten aus dem Fachbereich der Programmierung suchen können, die nur m Zusammenhang Sinn ergeben. So gab Matt Cutts in einem erklärenden Video beispielsweise den Syntax-Schnipsel TMP_MAX an. Man wollte nicht TMP und MAX einzeln finden, sondern nur beide im Zusammenhang. Deswegen legte man fest, dass der Unterstrich ein Zeichen ist, das angibt, dass zwei Begriffe zusammengehören. Der Bindestrich hingegen ist ein Trennzeichen und wird von Google wie ein Leerzeichen betrachtet. Somit besteht beispielsweise der Name mediterrane-rezepte.html aus den Begriffen „mediterrane“ und „rezepte“. Würde der Dateiname mediterrane_rezepte.html heißen, würde Google die Begriffe nicht trennen und zum Beispiel nicht bei einer Suche nach einem der beiden Teilbegriffe anzeigen.

Allerdings, so Cutts, sei es nicht nötig, die Namensstruktur einer Webseite komplett zu überarbeiten, wenn auffällt, dass Binde- und Unterstrich nicht so verwendet wurden, wie es von Google festgelegt ist. Die Stärke einer Seite setzt sich aus über 200 Faktoren zusammen, wodurch nicht Google-konforme Dateinamen oder URLs kaum ins Gewicht fallen. Lediglich bei neuen Projekten sei es sinnvoll, von vornherein auf korrekte Namensvergabe zu achten.




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