Webspurt berichtet: Im Herbst 2010 teilten die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua und der größte chinesische Mobilfunkanbieter, China Mobile, mit, dass sie an einer neuen Suchmaschine arbeiten. Vergangenen Dienstag war es soweit und die Suchmaschine Panguso ging an den Start. Der Vizeminister des chinesischen Staatsrates, Qian Xiaoqian, teilte mit, Panguso werde neben den klassischen Suchen nach Webinhalten, Nachrichten, Bildern und Videos auch die Suche nach „qualitativen und gesunden“ Produkten für die chinesischen Internetnutzer anbieten.
Es dürfte klar sein, dass es sich dabei nicht nur um wohlwollende Verbesserungen, sondern vor allem auch um Zensur handelt, die in China zum Alltag gehört. Selbstverständlich geht es aber auch darum, mit dem chinesischen Suchanbieter Baidu zu konkurrieren. Deswegen soll die Suchmaschine auch für Mobiltelefone nutzbar gemacht werden. Die Netzgemeinschaft in China ist mit 420 Mio. Internetnutzern und 800 Mio. Mobilfunknutzern der größte der Welt und entsprechend hoch ist die Chance, dort eine Suchmaschine zu etablieren.
Eine interessante Besonderheit von Panguso ist die Möglichkeit, von der Startseite aus, Nachrichten per SMS an sein Handy leiten zu lassen. Aufgrund der strikten Zensur bleibt jedoch fraglich, welche der Informationen tatsächlich ihren Weg zum Nutzer finden. So wird das Netz bereits heute auf verschiedene Begriffe durchsucht und entsprechend gefiltert. Wer in China beispielsweise „Falun Gong“, eine Meditations-Technik, die in China verboten ist, im Internet sucht, erhält keine Informationen dazu, egal ob diese für oder gegen Falun Gong sprechen. Bei Panguso dürfte es nicht anders sein.
Quelle: ranking-check.de



