Personalisierte Suche durch „Liked Results“ und „Facebook Profile Search“

Datum: 01.11.2010 Author: WebSpurt Blog Team     |     Kategorie(n): Neuigkeiten, Social Media, Suchmaschinenoptimierung

WebSpurt berichtet: Was wirkt überzeugender als die Empfehlung durch einen anderen zufriedenen Nutzer? Wer etwas im Internet sucht, ist meist mit einer Flut an Informationen konfrontiert und sieht nicht auf den ersten Blick welche davon für ihn relevant sein können. Die Suchmaschinen filtern diese Informationen für den Suchenden. Eine neue Art der Suche könnte sich nun durch eine Annäherung von Social Networks und den Suchmaschinen ergeben.

Microsoft ist vor einiger Zeit mit einem Minderheitsanteil bei Facebook eingestiegen. Diese Verbindung soll nun dazu führen, dass Suchende über die Suchmaschine Bing auch auf Informationen zugreifen können, die im sozialen Netzwerk von Facebook ausgetauscht wurden. Facebook hat laut eigenen Angaben allein in Deutschland schon über 5 Millionen Nutzer. Diese fügen ihren Profilen regelmäßig Daten über die eigenen Vorlieben zu. Daraus generiert sich ein sehr reichhaltiger Pool an Informationen, der für Suchmaschinen sehr nützlich sein kann. So soll Bing zum Beispiel auf Inhalte, die mit den “Gefällt mir“-Button gekennzeichnet und empfohlen wurden, zugreifen können. Dazu wurde die neue Funktion “Liked Results” eingerichtet. So kann man nicht nur die durch die Suchmaschine als „wichtig“ eingestuften Ergebnisse herausfiltern lassen, sondern auch auf Seiten und Informationen zugreifen, die anderen Menschen, mit denen man auf Facebook befreundet ist, gefallen haben. Wenn man nun nach einem guten Kinofilm sucht, oder vor einem wichtigen Kauf einen Warenvergleich machen möchte, kann man sich so besser an der Meinung von Freunden orientieren.

Zudem soll es auch leichter werden seine Freunde und Bekannte in Internet zu finden. Bing kann nun auch Facebook-Profile in die Suche miteinbeziehen. Außerdem wird es möglich sein, direkt aus den Suchergebnissen heraus persönliche Nachrichten an den Gesuchten zu versenden, oder ihn als Freund bei Facebook hinzuzufügen.

Besonders herausgestellt wurde von Microsoft, dass bei diesem Feature der Schutz von persönlichen Daten nicht beeinträchtigt wurde. Da Facebook schon seit einiger Zeit im Zusammenhang mit Datenschutz in der Kritik steht, hat sich Bing bewusst direkt dazu geäußert und betont, dass alle Ergebnisse, die gezeigt werden, vom Nutzer bereits als „öffentlich“ eingestuft wurden und ebenfalls sichtbar wären, wenn das Profil direkt bei Facebook betrachtet werden würde. Hinzu kommt auch, dass diese Ergebnisse nur sichtbar sind, wenn man während der Suche bei Facebook angemeldet ist.

Diese Funktionen sind zunächst nur in den USA eingeführt worden. Es wurde sich noch nicht dazu geäußert, wann sie auch in andern Ländern nutzbar sind.




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