Webspurt berichtet: Don’t be evil? Dies zumindest ist das Motto des Suchmaschinenbetreibers. Allerdings wurde kürzlich Kartenmaterial von Open Street Map, einem Konkurrenten zu Googles Kartendienst Maps, von einer Google zugewiesenen IP-Adresse aus manipuliert. Angeblich handelt es sich um die gleiche IP-Adresse, von der aus bereits die kenianische Website Mocality angegriffen wurde. Mitarbeiter des Internetriesen kopierten Daten der Wirtschaftsbörse und boten Unternehmen, die in die Datensätze eingetragen waren, vermeintliche Premium-Dienstleistungen an. Mocality ist das kenianische Pendant zu unseren „Gelben Seiten“.
Bei Open Street Map wurde diesmal Kartenmaterial manipuliert. Beispielsweise soll in einigen Einbahnstraßen die Verkehrsrichtung umgekehrt worden sein. Auch sollen Karten auch einfach sehr plump gelöscht worden sein. Im Gesamten wurden über 100.000 Zugriffe über die entsprechende IP getätigt.
Google beteuerte zügig, den Vorfall zu untersuchen und verfolgte die IP-Adressen zurück. Der Ursprung lag in Indien. Verantwortlich für die Sabotage sind zwei indische Subunternehmer von Google, die zugaben, eigenmächtig das Material geändert zu haben. Inzwischen trennte sich Google von den beiden Unternehmern. Eine weitere Zusammenarbeit solle nicht mehr stattfinden.
Durch die rasche Aufklärung und konsequente Reaktion seitens Google dürften die geschäftlichen Verbindungen zum Betreiber der Open Street Map wohl keinen bleibenden Schaden davontragen. Die Betreiber des freien Kartendienstes sind Partner des „Summer of Code“, einer Sponsoring-Veranstaltung von Google.