WebSpurt diskutiert: MTV Networks und Volkswagen in Partnerschaft mit The Nielsen Company haben eine neue Studie über die sogenannten Digital Natives veröffentlicht. Diese Gruppe von Internetnutzern rückt immer mehr in den Fokus von vielen Unternehmen. Die MePublic – A Global Study on Social Media Youth-Studie setzt sich sehr detailliert mit dem Nutzungsverhalten in sozialen Online-Netzwerken auseinander. Dabei kommen einige sehr interessante Feststellungen zum Vorschein.
Es wurden über 26.000 junge Menschen zwischen 14-29 Jahren in 10 Ländern befragt. Dabei wurde zunächst festgestellt, dass über die Hälfte der Befragten jeden Tag in sozialen Netzwerken anzutreffen sind. Auch geben 32% an, unruhig zu werden, wenn sie nicht jeden Tag überprüfen können, was sich dort abspielt. Die meisten dieser Nutzer möchten mit Freunden in Kontakt bleiben, oder neue Freunde kennenzulernen. Einer der wichtigsten Faktoren ist jedoch der Spaß, welcher bei der Nutzung aufkommt. Außer der Nutzungsmotive, wurden auch der Umgang mit privaten Informationen, eine generelle Typologie des Nutzungsverhaltens und die kulturellen Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern genauer betrachtet.
Besonders interessant ist auch, dass in dieser Studie zum Vorschein kam, dass die meisten Nutzer die Teilnahme verschiedener Unternehmen und Marken an den Netzwerken als positiv beurteilen. Sie posten ihre Lieblingsmarken auf ihren Profilen, oder bekunden ihre Verbundenheit indem sie verschiedenen Gruppen beitreten, Fan, Freund oder Follower werden. Dieses Verhalten begründet auch die Macht der Empfehlung, welche in solchen Netzwerken gilt. Denn laut MePublic verlassen sich die Hälfte aller Befragten beim Einkaufen stark auf die Empfehlungen ihrer Freunde und Bekannten, denn diese wirken logischer Weise vertrauenswürdiger, als jede Werbekampagne. Dementsprechend könnte man die Communities mittlerweile auch als starke Konkurrenz für die klassischen Suchmaschinen sehen. Denn über 30% der Studienteilnehmer geben an, dass sie die Netzwerke als geeignet für Informationsbeschaffung sehen. Hinzu kommt auch, dass die Communities einen Dialog ermöglichen, welcher für Kunden ebenso wie für Unternehmen viele Vorteile bieten kann. Durch eine Präsenz in diesen Netzwerken können Unternehmen auch in die ohnehin stattfindenden Gespräche über ihre Produkte einsteigen und sich ein besseres Bild machen. Doch sind diese Möglichkeiten gleichzeitig meist mit einem größeren Aufwand verbunden, als klassische Marketingmaßnahmen.
Obwohl soziale Netzwerke mittlerweile schon eine enorme Zahl an Mitgliedern verzeichnen, finden Unternehmen nur nach und nach ihre Mittel und Wege diese für sich zu nutzen.
Was denken Sie darüber?
Welchen Weg wird diese Verbindung gehen?
Können Unternehmen ohne übermäßigen Aufwand tatsächlich in solchen Netzwerken bestehen und den Anforderungen der Digital Natives in ihrer „natürlichen Umgebung“ entsprechen?



