Netzinitiative von Twitter hilft bei Suche nach vermissten Kindern

Datum: 16.02.2011 Author: WebSpurt Blog Team     |     Kategorie(n): Neuigkeiten, Social Media

Webspurt berichtet: In manchen Regionen Chinas gehören Entführungen und Menschenhandel zur Tagesordnung. Da der Staat oftmals bei der Aufklärung und Suche versagt hilft nun eine Netzinitiative, die vermissten Kinder zu finden. Durch Chinas Twitter und zehntausenden Helfern konnten bereits sechs Kinder wiedergefunden werden.

Durch die Unterstützung der privaten Netzkampagne war es einem Vater gelungen, seinen entführten Sohn wiederzufinden. Seitdem der Fall bekannt wurde wenden sich zahlreiche Eltern verzweifelt an die Seite und überhäufen diese mit Suchanfragen. 180.000 Anhänger der Kampagne auf sina.com wurden bis vergangenen Donnerstag gezählt. Dort wird der Twitter-ähnliche Dienst auch angeboten.
In der Hoffnung, dass Eltern ihre entführten Kinder wiedererkennen, können Nutzer Bilder von Waisen, Straßenkindern und von kindlichen Bettlern hochladen. Bereits sechs Fälle sollen Berichten zufolge durch diese Methode bereits gelöst worden sein. Der Wissenschaftler Yu Jianrong rief die Kampagne Ende Januar ins Leben. Einen Namen machte er sich jedoch bereits mit anderen Aktionen und entwickelte sich zum Sprachrohr der Unterdrückten. Letzte Woche wurde die Seite schließlich landesweit bekannt, als eine Videoaufnahme veröffentlicht wurde, in der die Zusammenkunft von Sohn Peng Wenle und dessen Vater Peng Gaofeng zu sehen war.
Menschenhandel und Entführungen sind in China ein großes Problem. Zwar hat die Regierung ihre Kontrollen verschärft nachdem einige Skandale öffentlich wurden, aber das Vertrauen der Bevölkerung ist gering wenn es um das Engagement der Behörden geht. So ist in den Medien immer wieder von betroffenen Eltern zu hören, dass die Ermittlungen nach ihren Kindern an der Interesselosigkeit der Beamten versagt.
Der Kommunikationsaustausch und die Verbreitung von Nachrichten sind in China aufgrund der starken Kontrollen von Internet und Medien der Bevölkerung erschwert. Zunehmend greifen die Bürger auf Kurzbotschaften zurück um Botschaften und Kritik weiterzugeben. Immer häufiger entstehen nationale Dienste, die Twitter oder andere internationale Portale, die von der Volksrepublik blockiert werden, ersetzen.

Quelle: spiegel.de/netzwelt




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Hildegunde

Netter Post, ich komme nun oefter

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