Webspurt informiert: In diesem Moment werden die letzten 51 Mio. Adressen von IPv4 verbraucht. Die verbleibende Zeit, in der noch Adressen frei sein werden, wird auf rund einen Monat geschätzt. Danach werden alle Reserven erschöpft und ein Wechsel auf IPv6 unausweichlich sein. Dennoch werden viele Unternehmen ihre Technik bis dahin nicht umgestellt haben, sondern weiter mit dem alten Standard arbeiten.
Die Unternehmen Facebook, Google, Yahoo, Akamai, Limelight Networks und die Internet Society werden am 8. Juni ihre Onlinepräsenz für 24 Stunden auf IPv6 umstellen, um ein Zeichen zu setzen und zum Wechsel auf die neue Version des Internet Protokoll aufzurufen. Schließlich können laut Google derzeit nur rund 0,2% der Internetnutzer die neue Technologie tatsächlich nutzen.
Doch es sollen nicht nur andere Unternehmen dazu gebracht werden umzustellen. Es sollen auch eventuelle technische Probleme aufgedeckt werden, die unter hoher Last entstehen könnten. So ist noch nicht ausreichend getestet worden, ob die IPv6-Infrastruktur, wie sie aktuell existiert, einer größeren Last User standhalten kann.
Auch hierzulande arbeiten die Provider an der Umstellung. Aktuelle Betriebssysteme, selbst das betagte Windows XP mit den neuesten Updates kommen mit IPv6 zurecht und auch die entsprechende Hardware ist theoretisch lieferbar, wurde jedoch noch nicht flächendeckend verteilt.
Quelle: golem.de



