Sie sind über 18 Jahre alt, haben einen Wohnsitz in Deutschland und besitzen ein Mobiltelefon der neuesten Generation und haben Ihre Personalausweisnummer zu Hand? Herzlichen Glückwunsch dann dürfen auch Sie mitmachen beim kostenpflichtigen Maildienst „E-Post“ der Deutschen Post!
Was die wenigsten Nutzer wissen, ist die Tatsache dass die Deutsche Post 1.der größte Deutsche Adresshändler ist und 2.die Adressen (auch wenn man kein Häkchen setzt) weiterverkauft werden beispielsweise an Adress-Broker.
Normale E-Mails seien nicht geeignet für geheimzuhaltende Nachrichten und außerdem sei nicht zweifelsfrei zu ermitteln, ob der Inhalt auf dem Weg vom Absender zum Empfänger unverändert geblieben ist argumentiert die Deutsche Post.
Die Deutsche Post vertritt die Meinung, dass durch die E-Post dem Spam vorgebeugt wird. Daher liebe Blogger muss sich der potenzielle Kunde ausweisen.
Digitalbürger die an Papierphobie leiden möchten sich eigentlich freuen, demnächst mit Behörden digital kommunizieren zu können. Was die wenigsten wissen, die Behörden erwarten dann auch, dass man täglich nach elektronischer Post Ausschau hält – auch im Urlaub.
Die Stiftung Wartentest kritisierte zu Beginn der Vorstellung des E-Post Briefes die umständliche Anmeldung sowie den hohen Preis. „Außerdem können Postmitarbeiter unter Umständen E-Postbriefe lesen, wenn der Empfänger eine Zustellung in Papierform wünscht“ (Quelle: www.zeit.de). Fakt: Der E-Post Brief macht uns alle zum Gläsernen Bürger.
Es ist aber auch weiterhin möglich völlig kostenfrei verschlüsselte und signierte E-Mails zu versenden, denn die Deutsche Post hat das Rad nicht neu erfunden.
Doch was passiert wenn Behörden, Banken sonstige Institutionen diese neue Form der Bezahlmail anzunehmen? Dann ist der Schritt nicht mehr weit, nur noch auf diesem Wege elektronisch zu kommunizieren.
Dennoch, ich werde nicht den „E-Post“ Service der Deutschen Post in Anspruch nehmen. Denn ich sage: Der E-Post Brief ist nicht sicherer wie eine Postkarte.
Ihr
Peter Hoffmann



