WebSpurt berichtet: In der EU nimmt die Zahl der Breitbandanschlüsse weiter zu – so das Fazit einer Momentaufnahme zur Breitbandentwicklung in Europa. Die Europäische Kommission hat Ende November 2010 entsprechende Zahlen vorgelegt.
Jeder vierte Bewohner der Europäischen Union hat demnach Zugriff auf einen schnellen Internetanschluss. Aktuell erreichen 29 Prozent der etwa 128 Millionen Breitbandanschlüsse in der EU Übertragungsgeschwindigkeiten von mindestens 10 MBit/s – im Juli 2009 erzielten lediglich 15 Prozent der Anschlüsse eine derartig hohe Geschwindigkeit.
Noch größere Zuwachsraten mit 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ermittelte die Kommission beim mobilen Breitband. Durchschnittlich verfügen nunmehr 6 von 100 EU-Bewohnern über einen schnellen mobilen Internetzugang.
Trotz dieser positiven Entwicklung sieht die EU-Kommission noch enormes Potential und setzt sich für die nächsten Jahre anspruchsvolle Ziele. Konkret soll bis 2013 eine Breitbandversorgung für alle Bewohner verfügbar sein. Bis 2020 sollen dann alle EU-Bürger auf Breitbandanschlüsse mit mindestens 30 MBit/s einen Zugriff haben.
Damit diese ehrgeizigen Ziele auch erreicht werden, fordert Neelie Kroes die Europäer auf, noch mehr Engagement zu zeigen: „Die Verbreitung wie auch die Geschwindigkeiten nehmen zu, aber wir müssen mehr tun, um unsere anspruchsvollen Breitbandziele zu erreichen“, sagt Neelie Kroes, die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Europäischen Kommission.
An der Spitze der Breitbandversorgung und damit über dem EU-Durchschnitt von 25,6 Prozent liegen die Niederlande und Dänemark mit 38,7 bzw. 38,2 Prozent. Deutschland liegt mit einem Wert von 31,3 Prozent ebenfalls über dem Durchschnitt. Bei mobilen Breitbandanschlüssen erzielt Deutschland dagegen mit 4,4 Prozent eine Versorgungsdichte unter dem europäischen Schnitt von 6,1 Prozent. Hier liegen Finnland (21,5 Prozent), Österreich (16,7 Prozent) und Schweden (14 Prozent) an der Spitze.
Quelle: heise.de



