Webspurt informiert: Einer der wichtigsten Algorithmen des Online Marketings ist der Edgerank. Allerdings wissen nur wenige Menschen, was der Edgerank überhaupt ist, geschweige denn verstehen, wie er funktioniert. In diesem Beitrag wollen wir die wichtigsten Punkte anreißen. Was ist der Edgerank und was bewirkt er?
Die Bezeichnung Ederank beschreibt den Algorithmus der vom sozialen Netzwerk Facebook verwendet wird, um die Inhalte der Newsfeeds ihrer User zu bestimmen. Da es massenhaft Informationen auf Facebook gibt, stellt der Newsfeed die Rangordnung her, in der diese Informationen erscheinen. Er bestimmt, welche Freunde die wichtigsten für den einzelnen Nutzer sind und daher am häufigsten im eigenen Feed angezeigt werden. Er bestimmt auch welche Arten von Inhalten höher ranken als andere.
Der Unterschied zwischen Edgrank und Newsfeed
Der Newsfeed wird auch oftmals als Edrank bezeichnet. Dies liegt daran, dass jeder Content – und sei er noch so klein – bei Facebook als Edge bezeichnet wird. Das heißt: Sowohl ein Status-Update, ein neu hochgeladenes Foto, ein geänderter Beziehungsstatus oder ein „Gefällt mir“-Klick ist ein Edge. Also jede Form von Interaktion, die Content erzeugt, ist ein Edge. Entsprechend ist der Newsfeed, entgegen dem Namen, keine Abfolge von Neuigkeiten. Es ist eine grafische Darstellung der wichtigsten Edges, die durch den Edgerank-Algorithmus festgelegt wurden.
Wie setzt sich der Ederank-Algorithmus zusammen?
Der Algorithmus setzt sich aus folgenden drei Faktoren zusammen: Übereinstimmung, Edge-Gewichtung und Aktualität. Auf den ersten Blick setzt sich die Ederank-Formel somit aus drei simplen Komponenten zusammen. Hinter diesem Algorithmus verbirgt sich jedoch eine hohe Komplexität. Denn zu den einzelnen Punkten sollte folgendes berücksichtigt werden:
1. Übereinstimmung – wie relevant ist mein Content?
2. Edge-Gewichtung – wie hochwertig ist mein Content?
3. Aktualität – wie aktuell ist mein Content?
Grundlegende Maßnahmen, um den Ederank zu erhöhen
Ohne den Algorithmus in seine Einzelteile zu zerlegen, gibt es einige Grundlegen zum Ederank, die man beachten sollte, wenn man an einer effizienten Steigerung interessiert ist. Diese schlüsseln sich wie folgt auf:
Übereinstimmungen erzeugen und Diskussionen fördern:
Maßnahmen ergreifen, um die Übereinstimmungen zwischen sich und seinen Freunden zu erhöhen. Beispielsweise kann eine Diskussion über ein Status-Update angeregt werden an denen sich möglichst viele beteiligen sollten. Dabei sollte man auch keine Angst davor haben, aktiv um Beiträge zu bitten.
Gezielte Erstellung von Content mit Mehrwert:
Oftmals ist weniger mehr. Nicht die Masse des Content macht es, sondern der Mehrwert. Interessante Beiträge sollten zudem mit Fotos bebildert werden. Bilder sind bei den Usern erfolgreicher als einfache Statusmeldungen. Es sollte zudem eine Art Projektplan erstellt werden, der Inhalte und einen Zeitplan erhält. Kontinuierliche und geplante Meldungen sind effektiver.
Den richtigen Zeitpunkt abwarten:
Damit Meldungen entsprechende Beachtung finden, sollte man darauf achten zu welchem Zeitpunkt man sie verbreitet. Es sollte daher vorab herausgefunden werden, wann die größte Interaktion der Follower stattfindet.
Die Anzahl der „Gefällt mir“-Klicks nicht überbewerten:
Oftmals wird alleine die Anzahl der „Gefällt mir“-Klicks als Indikator für den Erfolg betrachtet. Dies ist jedoch eine Fehleinschätzung, wie der Edgerank lehrt. Denn das Liken eines Accounts bedeutet nicht zwingend, dass dieser auch in den Newsfeeds der Follower auftaucht.
Alles in allem ist der Edgerank eine spannende Angelegenheit, dessen Komplexität jedoch nicht unterschätzt werden sollte, wenn man ihn verstehen und sich erfolgreich zu nutzen machen will.
Verfasst von: Marc Hartung-Knöfler



