WebSpurt aktuell: Gestern, Sonntag, den 12.12.10, waren die Server der Online-Handelsplattform Amazon für einige Stunden lammgelegt. So gut wie alle Seiten waren nicht erreichbar. Lediglich die amerikanische Seite amazon.com schaffte es, sich gegen die Angriffe durchzusetzen. Wer für die Angriffe verantwortlich ist, ist bislang nicht klar. Es ist jedoch ist davon auszugehen, dass die Wikileaks-Unterstützer, welche auch hinter den DDoS-Attacken auf Mastercard, Visa und Paypal stecken, auch hier aktiv waren.
Die Intention der vermutlichen Racheaktion liegt darin begründet, dass Amazon das Hosting von Wikileaks beendet hat. Die Seite der Aktivisten waren in Amazons Cloud gelagert. Angeblich auf Druck der US-Regierung warf der Internetriese die Whistleblowing-Plattform von seinen Servern. Da Wikileaks dazu aufruft, ihre Webseite zu spiegeln und bereits über 1700 Spiegelserver online sind, dürfte der Verlust, aus der Cloud geworfen worden zu sein, zu verkraften sein. Zudem änderte die lose organisierte Hackergruppe „Anonymous“ ihre Strategie. So möchten diese ihre DDoS-Angriffe zurückfahren und stattdessen wenig bekannte oder besonders brisante „Cables“ weiter verbreiten und damit das Entfernen selbiger aus dem Internet verhindern. Ob die Geschütze jetzt aber tatsächlich komplett eingefahren werden, bleibt fraglich, immerhin richten auch Serverausfälle gerade für große Verkaufshäuser und Kreditinstitute großen wirtschaftlichen Schaden an.
Quelle: heise.de



