Webspurt berichtet: Google schöpft über 90 Prozent seiner gesamten Einnahmen aus Werbung. Das Magazin Werben & Verkaufen berichtet, dass 61 Prozent der gesamten deutsch Werbeumsätze im Internet in die Tasche des Internetriesen fließen. Dies entspricht einem Wert von 3,4 Milliarden Euro. Diese scheinbar unverrückbare Position rührt von der Tatsache, dass Google in Deutschland Beinahe-Monopol ist. Die Suchmaschine erreicht eine Verbreitung von über 95%.

Etwa 93 Prozent der Nutzer, die eines der Google-Produkte einsetzen, bekommen Display-Anzeigen aus Googles Werbenetzwerk angezeigt. Dass die Anzeigen so gut funktionieren liegt nicht zuletzt an der enormen Zahl an Nutzern. Insbesondere die Auswertungsqualität der Informationen, die die Nutzer an Google senden, ist hervorragend. Zu diesen Informationen gehören unter anderem Klicks, Verweildauer und die besuchten URLs. Daneben gibt es noch hunderte weitere Merkmale, an denen Google sich orientiert und eine zum jeweiligen Nutzer möglichst passende Werbeanzeige auswählt.

Je öfter ein Nutzer eine Anzeige anklickt, umso öfter erhält Google die Information, dass es sich um eine passende, also funktionierende, Anzeige handelte. Umgekehrt, wenn der Nutzer nicht klickt, weiß Google, dass die Anzeige nicht gepasst, sprich nicht funktioniert hat. Durch diese Konditionierung und die sich stetig selbst verbessernde Genauigkeit bei der Auswertung werden Anzeigen immer passender und das Werbenetzwerk für Werbetreibende immer attraktiver. Je mehr Personen mit ihrer Anzeige bei einem bestimmten Keyword erscheinen wollen, umso weiter steigen die Kosten. Ein Absinken der Werbeeinkünfte für Google ist daher vorerst nicht zu erwarten. Konkurrenz könnte dennoch etwa durch Twitter und Facebook entstehen. Ob diese aber ebenso viel Werbung auf ihren Seiten wünschen, ist eher fraglich.